Kooperationen

Partnerschaften mit Regional-Krankenhäusern in Kamerun und Guinea

Die Universitätsmedizin Rostock pflegt seit vielen Jahren Klinikpartnerschaften mit Krankenhäusern in Westafrika. Die erste Partnerschaft wurde im Jahre 2009 mit dem Regional Hospital Limbe in Kamerun geschlossen. Später kamen das Regional Hospital Bamenda in Kamerun (2014), das Hôpital Régional de Kindia in Guinea (2017) und das Hôpital Régional de Bafoussam in Kamerun (2019) hinzu. Das Ziel dieser Partnerschaften ist der Aufbau von Kapazitäten durch Weiterbildung des Personals und durch Verbesserung der technischen Ausstattung in den Partner-Hospitälern. Hierzu zählen u.a. gemeinsame jährliche Fortbildungs-Symposia in Kamerun und Guinea. Gleichzeitig bieten die Partnerschaften Gelegenheiten zur Zusammenarbeit in der Wissenschaft und in der Ausbildung von Studierenden der Medizin, sowie für Promotionen. 

Die Partnerschaften werden seit vielen Jahren durch regelmäßige Besuche, gemeinsame Fortbildungen und den persönlichen Austausch mit Leben gefüllt.

Die Kooperation wird ermöglicht durch das Förderprogramm Klinikpartnerschaftendes Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und derElse Kröner-Fresenius-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit  und der World Health Organisation, durchgeführt von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). 


Rostocker Arzt im humanitären Einsatz im Gazastreifen

Dr. Amar Mardini von der Universitätsmedizin Rostock war mit der Hilfsorganisation CADUS insgesamt rund sechs Monate im Gazastreifen im Einsatz. Dort versorgte er Erwachsene und Kinder unter schwierigsten Bedingungen, unterstützte medizinische Evakuierungen und arbeitete in Notaufnahmen, Feldkliniken und Trauma-Stabilisierungspunkten. Für sein humanitäres Engagement wurde er auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue empfangen.

Im Video berichtet Dr. Mardini ausführlicher über seine Einsätze und die medizinische Situation vor Ort.


Dienstreise Bericht 02/2026

Äthiopien: Fachlicher Austausch im Yirgalem General Hospital

Im Rahmen einer Dienstreise nach Äthiopien besuchte Thomas Gryczka gemeinsam mit dem Verein Ärzte für Äthiopien e. V. das Yirgalem General Hospital. Der Verein unterstützt das Krankenhaus unter anderem beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung der Dialyseversorgung.

Während des Aufenthalts erfolgte ein Einblick in die klinischen Strukturen des Krankenhauses. Neben der Dialysestation wurden verschiedene Fachbereiche und diagnostische Einrichtungen besucht, darunter auch das parasitologische Labor. Der direkte Austausch mit den äthiopischen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Mitarbeitenden bot die Gelegenheit, Erfahrungen aus der klinischen Versorgung, Infektiologie, Tropenmedizin und Labordiagnostik miteinander zu vergleichen.

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung hielt Herr Gryczka den Vortrag „From Infection to Dialysis: Clinical Lessons and System Implications Across Settings“. Hierbei wurden verschiedene infektiöse Ursachen akuter und chronischer Nierenschädigungen, die Bedeutung der Dialyse sowie infektionsmedizinische und gesundheitssystemische Aspekte einer sicheren Dialyseversorgung diskutiert.

Der Besuch stärkte die bestehende Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort und bildete eine Grundlage für weitere gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen klinischer Austausch, Fortbildung und Forschung.